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Tharros

Strand bei San Giovanni
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Fährt man weit in den Süden der Halbinsel Sinis, so gelangt man am Ende ans Capo San Marco, dessen eine - westliche - Seite dem Mistral (der besonders im Winter und Frühjahr das Meer aufwühlt) ausgesetzt ist, an dessen Ostseite aber ...
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Golfo Oristano
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... der Golfo Oristano dem Seefahrer glattes Wasser bei stürmischen Winden und einen natürlichen Hafen bietet, was sich im "Spitznamen" des Golfes, "mare morto" - totes Meer - widerspiegelt.
Bläst andererseites der Scirocco heftig aus Südost, so drehen sich die Verhältnisse um und die Westseite bietet guten Schutz.
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Den Menschen, die vor etwa dreieinhalb Jahrtausenden hier in kleinen Nuraghen-Dörfern lebten, bescherte diese besondere Lage die Möglichkeit, eine wichtige Rolle im frühen Handel zu spielen. Auf dem Weg aus dem Orient in den Westen war die Halbinsel neben den Balearen, die einen weiteren "Zwischenstopp" erlaubten, bald eine beliebte Station.
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Torre di San Giovanni
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Die Nuraghen lebten in kleinen Rundhäusern aus Stein, unter denen die beiden Türme hervorragten, deren Reste man noch heute nördlich (Murru Mannu) und südlich (Baboe Cabitza) des Turms von San Giovanni sehen kann.
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Zisterne eines röm. Wohnhauses
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Etwa 1300 v.Chr. erreichen griechische Schiffe aus Mykene die Halbinsel, die sardischen Einwohner handeln mit Korn, Vieh und Mineralien.
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Thermen
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Ab 1000 v.Chr. sind auch die Phönizier häufige Gäste. Sie gründen schließlich gegen 700 v.Chr. die Stadt Tharros; Reste aus dieser Zeit findet man vor allem beim sog. Tofet, einer Stätte mit Urnen kleiner Kinder, die wahrscheinlich rituell geopfert wurden.
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Therme
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Ab etwa 500 v.Chr. verliert die Stadt ihre Unabhängigkeit und gerät unter den Einfluss Carthagos. Riten und religiöse Gebräuche ändern sich radikal, worauf die Nekropolen schließen lassen, in denen die Toten beerdigt wurden (im Unterschied dazu wurden Phönizier in Urnen beigesetzt).
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Die Stadt bildet einen wichtigen Handelspunkt, Semiten, Griechen aus Marsiglia und Etrusker siedeln sich an.
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Reste des Jupiter-Tempels
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Ab ca. 200 v.Chr. steht Tharros unter römischer Herrschaft, die Reste der Stadtmauer stammen aus dieser Zeit. Die wenigen Neubauten zeugen von einem leichten Niedergang der Stadt, der erst ...
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... während der Kaiserzeit ab 27 v.Chr. gestoppt wird. Tharros spielt wieder eine wichtige Rolle im Handel mit Afrika, Tempel, Badeanlagen, Forum und die meisten Wohnhäuser stammen aus dieser Zeit.
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Im 5. Jahrhundert nach Christus wird Tharros Bischofssitz, ...
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... bis 534 gehört es zum Reich der Vandalen, ...
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... danach zu Byzanz.
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Etwa um 900 erhält Sardinien die Unabhängigkeit von Byzanz und wird in vier Reiche geteilt (mit den Amtssitzen Cagliari, Logudoro, Gallura und Arborea).
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Weg zur phönizischen Pilgerstätte, dem "Tofet"
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Tharros bleibt Hauptstadt von Arborea, bis es - aus verschiedenen Gründen - im Jahre 1070 zugunsten von Oristano aufgegeben und völlig verlassen wird.
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Die geschichtlichen Informationen sind dem Führer "C´era una volta Tharros" Editrice S´Alvure S.n.c. Via Campanelli, 61 www.editricesalvure.itentnommen, den es - in italienischer Sprache - am Kassenhäuschen zu kaufen gibt.
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Impressum: Neva Lai-Schnittke, Vico Ziu Triacus 7 - Loc. Su Pallosu, 09070 San Vero Milis (OR) Sardegna, Italia, Tel.: +39 333 234 7142 info|at|nevalai.com www.nevalai.com 2006-2012
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